Norwegen, wir konnten dich nicht vergessen. Diesmal startet unsere Reise nicht nur mit Vorfreude, sondern auch mit Respekt vor dem Ungewissen. Wetterberichte wurden geprüft, Regenwolken beobachtet und Pläne gedanklich wieder verändert. Genau darin liegt vielleicht das Schönste am Reisen mit dem Van. Wir müssen keinen perfekten Urlaub erleben.
Wir dürfen spontan sein. Einen Regentag aussitzen. Weiterfahren. Unsere Route ändern. Und vielleicht plötzlich an einem sonnigen Fjord aufwachen.Vanreisen funktionieren oft nicht trotz des Wetters — sondern mit ihm.
Also packen wir wieder unser Zuhause auf vier Rädern, schnappen uns Frieda und fahren los.
Zurück nach Norwegen 🇳🇴
Dieses Mal führt uns unsere Reise zunächst einmal quer durch Dänemark — bis ganz hoch in den Norden nach Hirtshals.
Auch wenn wir uns durch die Fähre nach Kristiansand einige Kilometer sparen, liegen bis dorthin trotzdem stolze 850 Kilometer vor uns. Zum Glück ganz entspannt, mit mehreren Pausen und ohne Stress.
Die Überfahrt selbst verläuft überraschend ruhig und angenehm. Alles ist super organisiert und auch die Einreise mit Frieda klappt völlig problemlos 🐾 Und dann verbringt man plötzlich knapp drei Stunden auf einer Fähre und merkt, womit man sich dort beschäftigt: Menschen beobachten, aufs Meer schauen, Snacks kaufen und gefühlt alle zehn Minuten die Wetter-App kontrollieren 😂
Mitten in der Nacht kommen wir schließlich in Kristiansand an und fahren direkt zu unserem Übernachtungsspot. Von der Umgebung sehen wir allerdings erstmal… absolut nichts 🫣 Völlig erledigt machen wir noch schnell unser Bett fertig, bevor wir schon halb schlafend hineinfallen. Frieda natürlich mitten zwischen uns — und damit wird es für uns alle direkt eine Spur kuscheliger und wärmer 🥰🐾
Der nächste Morgen begrüßt uns dann genauso wie vorhergesagt: mit Regen. Viel Regen. Und anstatt direkt loszustürmen und möglichst viel sehen zu wollen, machen wir heute etwas anders als sonst: Wir starten mit Pause.
Einfach erstmal ankommen. Durchatmen. Den Alltag langsam hinter uns lassen. Mal sehen, ob uns das gelingt 😄
Wobei… so ganz ruhig im Van sitzen funktioniert natürlich nicht, wenn man Frieda mit an Bord hat 🥰🐾
Ein weiterer Tag in Norwegen beginnt — und leider weiterhin mit Regen.
Zumindest soll es sich im Laufe des Tages etwas auflockern. Also starten wir den Morgen erstmal ganz entspannt: eine Runde mit Frieda, ein kleiner Einkauf und langsam wach werden. Für unsere heutige Wanderung wäre das Wetter theoretisch sowieso egal gewesen. Ob Regen oder Sonne — nass wird man dort vermutlich so oder so 😂
Aber zugegeben… bei Sonne wäre es definitiv etwas weniger „ba“.
Nachdem der Himmel tatsächlich kurz aufreißt, machen wir uns nach dem Mittag auf den Weg zur Torrenrenna.
Die Torrenrenna ist ein alter Wasserweg mitten durch beeindruckende Felsenlandschaften. Heute führt dort ein schmaler Wanderpfad entlang — inklusive Brücken, Tunnel und spektakulärer Ausblicke auf das tosende Wasser.
Klingt idyllisch. War es bestimmt auch. Für andere 😮💨😂
Denn wer unsere vorsichtige Frieda kennt, kann sich ungefähr vorstellen, wie entspannt das Ganze war: schmale Wege, links und rechts kleinere Abgründe, Gegenverkehr… und dann auch noch diese schwankenden Brücken. Mitten über der reißenden Flut. Mega Idee. Wirklich 😂 Besonders entspannt wurde es natürlich immer dann, wenn uns auf der Brücke Menschen mit Hund entgegenkamen.Ich war wirklich 🤏 kurz davor, die Wanderung abzubrechen. Aber nachdem die Brücken erstmal geschafft waren, wurde es tatsächlich besser.
Nur kurz vor Schluss wartete noch ein etwa 200–300 Meter langer Tunnel auf uns. Zum Glück gibt es Taschenlampen am Handy — und noch größeres Glück: Uns kam weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg jemand entgegen 😅
Für den Rückweg entschieden wir uns dann lieber für einen anderen Wanderpfad und umgingen damit die Brücken.
Zwar war dieser Weg deutlich unspektakulärer, dafür aber nervenschonender. Naja… zumindest bis der Regen wieder einsetzte. Aber wir sind ja schließlich nicht aus Zucker 😁
Und Frieda? Die hat das nach anfänglichen Schwierigkeiten wirklich richtig gut gemeistert 🥰🐾
Trotzdem war sie vermutlich genauso froh wie wir, am Ende wieder sicher im Van zu sitzen 😂
Nach der Wanderung bleiben wir allerdings nicht in Steinsfossen, sondern fahren noch ein Stück weiter.
So langsam müssen wir schließlich auch mal etwas Strecke Richtung Norden machen 😄. Also suchen wir uns einen Stellplatz aus, der uns unserem nächsten Ziel schon etwas näher bringt. Und allein der Weg dorthin ist wieder typisch Norwegen: traumhaft schöne Straßen, Wasser, Felsen, Wälder — und plötzlich zeigt sich sogar nochmal die Sonne 🥹
Nur diese unverschämt vielen Elchschilder am Straßenrand sorgen langsam für leichte Verwirrung…
Ja hallo Norwegen — wo sind denn bitte eure Elche? 😉😂
Unser Stellplatz für die Nacht könnte dagegen kaum schöner sein. Direkt am See, dahinter die Berge — und als kleines Extra sogar mit eigenem Wasserfall 😉 Dazu absolute Ruhe. Genau diese Art von Ort, an dem man plötzlich einfach tief durchatmet. Und auch vanlife-technisch bleiben heute keine Wünsche offen: Frischwasser, Abwasser, Müllentsorgung und ja… sogar eine Dusche 😄
In diesem Sinne: Schön war’s. Nass war’s. Das war’s 😂
Gute Nacht ihr Lieben — bis morgen
Happy Nationaldag, Norwegen 🇳🇴.
Am 17. Mai feiern die Norweger ihren Nationalfeiertag — den Tag ihrer Verfassung. Und ehrlich? Man merkt sofort, wie besonders dieser Tag hier ist. Überall wehen norwegische Flaggen, Häuser sind geschmückt und die Menschen feiern miteinander. Viele tragen ihre traditionellen Trachten, die sogenannten Bunads. So richtig aktiv mitbekommen haben wir die Feierlichkeiten zwar nicht, aber direkt an unserem Stellplatz zog plötzlich ein kleiner hupender Autokonvoi mit wehenden Flaggen vorbei 😄 Und auf einem Traktor saßen Frauen in ihren wunderschönen traditionellen Kleidern.
Während unserer Weiterfahrt sah man überall Flaggen, geschmückte Häuser und richtig schöne Stimmung. Und ich muss sagen: Ich mag die norwegische Flagge wirklich total gerne. Keine Ahnung warum.
Unser nächstes Ziel: das Setesdal. Das Setesdal gehört zu den bekanntesten Tälern Südnorwegens und zieht sich entlang des Flusses Otra weit hinein in die norwegische Bergwelt. Die Region ist bekannt für ihre ursprüngliche Natur, traditionelle norwegische Kultur und diese ganz besondere Mischung aus rauer Landschaft, Wasserfällen, Bergen und endlosen Straßen mitten durchs Nichts .
Und auf Regen folgt ja bekanntlich… genau… Schnee . Unser Startpunkt für die Wanderung liegt in Berg (nicht zu verwechseln mit „Berk“ wie bei Drachenzähmen leicht gemacht
).
Ziel der Wanderung: ein Bergsee.
Etwa 6,5 Kilometer — moderat. Dachten wir zumindest.
Das Verrückte heute war allerdings das Klima: Unten am Auto war es noch richtig kalt — und je höher wir kamen, desto wärmer wurde plötzlich die Luft .Teilweise liefen wir in der Sonne (Martin natürlich im T-Shirt) und trotzdem war überall noch Schnee und Eis. Die Aussicht war trotz der noch kargen Landschaft einfach traumhaft.
Noch blüht hier oben kaum etwas, aber genau das macht diese raue Stimmung irgendwie besonders. Natürlich wurden auch ordentliche Pausen eingelegt. Und Frieda bekam selbstverständlich Wasser und ihr Möhrchen 🥕🐾
Auf einem der Bilder versteckt sie sich übrigens… könnt ihr sie entdecken? 😂
Kurz vor Ende der Wanderung kam dann plötzlich: noch mehr Schnee. Und noch mehr Schnee.
Ähh… wo genau war jetzt nochmal der Wanderweg? Und fast hätten wir sogar unser Ziel verpasst — denn der Bergsee war tatsächlich noch komplett zugefroren
Gut… hätte man sich vielleicht denken können.
Aber durch diese seltsam warmen Luftströme dort oben hatten wir wirklich kurz Hoffnung, dass er vielleicht doch schon aufgetaut wäre .
Der Rückweg wurde dann ehrlich gesagt nicht unbedingt leichter. Schon auf dem Hinweg blieben wir ständig im Schnee stecken und unsere Schuhe waren inzwischen komplett bis zu den Socken nass.
Und kennt ihr dieses Gefühl auf dem Rückweg einer Wanderung? „Jetzt ist auch egal.“ Jede Pfütze? Egal.
Jeder nasse Steg? Egal. Jeder tiefe Schritt in den Schnee? Auch egal .
Und auch Frieda merkte man die Erschöpfung inzwischen an. Während einer kurzen Pause schlief sie tatsächlich einfach ein .
Was waren wir alle drei glücklich, endlich wieder am Van anzukommen. Leider war die Strecke kein Rundweg — die mögen wir eigentlich am liebsten. Aber trotzdem waren diese am Ende knapp 10 Kilometer einfach richtig schön.
Ein kleines Abenteuer eben 🫶.
Bevor wir euch mit in den heutigen Tag nehmen, müssen wir nochmal kurz erwähnen, was wir gestern eigentlich wieder für einen wunderschönen Nachtplatz gefunden haben 🥹.
Direkt am Wasser, Berge ringsherum, absolute Ruhe… diese Plätze sind jedes Mal aufs Neue ein kleines Geschenk.
Heute zeigt sich Norwegen dagegen wieder von seiner eher nassen Seite. Es regnet. Natürlich .
Und jaaaa… wir wissen: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Aber seien wir ehrlich: Im Dauerregen macht eben auch in Norwegen nicht alles gleich viel Spaß. Vor allem nicht im Van — mit Hund, nassen Schuhen, nassen Jacken und gefühlt allem doppelt so chaotisch. Und trotzdem… zwingt uns Norwegen gerade irgendwie dazu, auch mal wirklich zur Ruhe zu kommen. Und genau das genießen wir heute tatsächlich sehr
.
Heute gibt’s deshalb mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen unseres Vanlebens . Der Morgen startet natürlich erstmal mit einer Runde für Frieda. Es nieselt leicht, Nebel hängt zwischen den Bergen und obwohl das Wetter grau ist, sieht Norwegen trotzdem irgendwie wunderschön aus.
Später mache ich mich auf den Weg zu DER absoluten Instagram-Hütte im Land der Trolle .
Und ja… der Ort ist wirklich ziemlich magisch. Ein kleines mystisches Wäldchen, moosiger Boden, überall Bäume — richtig märchenhaft. Ich will euch aber nichts vormachen: direkt dahinter verläuft eine Straße. Aber irgendwie nimmt das dem Ort trotzdem nicht seinen Zauber. Und die Hütte selbst? „Knusper, knusper Knäuschen…“ .
Eine kleine Bäckerei mitten im Wald — mit selbstgebackenem Brot und Zimtschnecken in sämtlichen Variationen .
Und jetzt mal die ehrliche Wahrheit hinter Instagram & Co: Die Dinger sind WIRKLICH richtig lecker .
Allerdings auch ziemlich kostspielig. Aber wer mal am Campingplatz Mjonøy vorbeikommt: bitte unbedingt anhalten .
Frieda geht es übrigens auch bestens. Eingekuschelt in ihrer kleinen Ecke genießt sie die Ruhe um sich herum, denke ich zumindest, weiß ich natürlich nicht. Bin ja nicht Martin Rütter .
Ansonsten wird heute gespielt, gequatscht, schnelles leckeres Essen gezaubert und dabei die komplette Küche verwüstet.
Während einer kurzen Regenpause dreht Martin nochmal eine kleine Runde mit Frieda, während ich mich an unseren Reiseblog setze.
Am Abend gehen wir dann nochmal gemeinsam spazieren. Die Wolken hängen tief zwischen den Bergen und leider sieht die Wettervorhersage für die nächsten Tage… naja… eher ausbaufähig aus . Wir hoffen jetzt einfach auf genügend Regenpausen, damit wir noch ganz viel erleben können — ohne jedes Mal bis auf den Schlüppi nass zu werden
.
Zum Abschluss des Tages gibt’s dann noch einen Film….
Und ganz ehrlich? Wir freuen uns jetzt schon auf morgen früh. Denn die heutigen Zimtschnecken… die wurden selbstverständlich längst vernichtet .
***Den Campingplatz selbst würden wir aktuell allerdings trotz der wirklich wunderschönen Lage nur bedingt weiterempfehlen.
Wobei wir ehrlich sagen müssen: Wir hatten mit unserem Platz auch einfach richtig Glück — denn eigentlich ist nur dieser kleine Bereich direkt am Wasser wirklich besonders schön . Allerdings wird hier momentan auch viel umgebaut und erneuert. Deshalb kann es gut sein, dass sich das in Zukunft nochmal verändert
.
Der nächste Tag bricht an — aktuell noch ziemlich grau und trüb. Heute wollen wir wieder etwas Strecke machen.
Unsere Tagesetappen liegen meistens irgendwo zwischen 150 und 250 Kilometern. Und Norwegen zeigt einem dabei ziemlich schnell, dass Kilometer hier ganz anders funktionieren . Mal schafft man 100 Kilometer gefühlt in einer Stunde — und die nächsten 100 dauern plötzlich doppelt so lange. Aber ehrlich? Durch diese unfassbar schöne Landschaft merkt man die langen Fahrten kaum. Man schaut einfach nur aus dem Fenster und genießt
.
Unser heutiges Ziel: der Bondhusvatnet im Hardangerfjord.
Der türkisfarbene Gletschersee gehört zu den bekanntesten Wanderzielen der Region und liegt am Fuße des Bondhusgletschers — einem Ausläufer des riesigen Folgefonna-Gletschers. Schon der Weg dorthin soll spektakulär sein.
Und alleine die Fahrt bestätigt das mal wieder vollkommen. Wieder fasziniert uns diese verrückte Mischung der Klimazonen hier in Norwegen: oben in den Bergen fahren wir plötzlich mitten durch Schneelandschaften, teilweise stehen dort Häuser fast komplett eingeschneit.
Und kurze Zeit später sind wir wieder unten im Tal — zwischen saftig grünem Gras, blühenden Wiesen und Fjordlandschaften . Genau DAS hat mich schon bei unserem ersten Roadtrip durch Norwegen so begeistert.
Und diesmal bestätigt sich dieses Gefühl einfach wieder. Ich liebe es .
Zwischendurch machen wir noch einen kurzen Stopp an den Låtefossen — den berühmten Wasserfällen direkt an der Straße.
Zugegeben: so ein Fotospot direkt neben einer ziemlich befahrenen Straße ist erstmal eher… semi gemütlich .
Aber die Wasserfälle sind einfach beeindruckend. Leichter Nebel, Sprühregen und diese dramatische Stimmung machen das Ganze irgendwie noch typischer norwegisch.
Und genau da kommt plötzlich Martin um die Ecke und meint, dass er dieses Wetter hier eigentlich viel passender findet als dauerhaften Sonnenschein . Ich möchte an dieser Stelle nur kurz erwähnen: Das ist derselbe Martin, der mich vor der Reise immer wieder mit dem unbeständigen Wetter verunsichert hat
. Und jetzt findet er plötzlich alles perfekt, weil dadurch „das Grün viel saftiger aussieht“. Aha. Interessant
. Komm du mir mal nach Hause, mein Schatz
.
Je näher wir dem Hardangerfjord kommen, desto mehr merkt man übrigens auch, wie beliebt diese Region ist.
Während wir auf anderen Strecken teilweise stundenlang kaum jemanden gesehen haben, trifft man hier plötzlich auf jede Menge Vans und Wohnmobile. Und dann… verläuft es sich plötzlich wieder. Norwegen eben .
Am Wanderparkplatz angekommen heißt es dann erstmal: genug geredet — schaut euch einfach diese Landschaft an.
Wobei Bilder ehrlich gesagt nicht mal ansatzweise wiedergeben können, wie es dort wirklich aussieht .
Und dann kommt die nächste Überraschung: Der Bondhusvatnet ist… leer . Nach unserer Schneefahrt hierher und den Erfahrungen der letzten Tage waren wir auf vieles vorbereitet, aber nicht darauf. Gerade jetzt im Mai, wenn die Schneemassen schmelzen, die Wasserfälle überall tosen und der Gletscher leider sichtbar an Masse verliert, hätten wir eigentlich einen randvollen Gletschersee erwartet. Und stattdessen wirkt er fast leer. Schaut man sich Bilder bei Google an, sieht alles komplett anders aus, mit Wasser, Spiegelungen und kleinen Booten darauf. (Das Boot stand übrigens tatsächlich da… allerdings einsam, umgedreht und irgendwo im Grünen
). Warum der Wasserstand aktuell so niedrig ist, haben wir ehrlich gesagt noch gar nicht recherchiert. Aber faszinierend war dieser Ort trotzdem.
Da die eigentliche Wanderung mit ihren knapp 2 Kilometern recht kurz ist, beschließen wir spontan weiterzugehen — näher Richtung Gletscher. Also kommt mit 😄
Ganz bis an den Gletscher kommt man als normaler Wanderer allerdings nicht heran. Es soll wohl noch einen Aussichtspunkt geben… den finden wir allerdings nicht . Irgendwann hören die Markierungen einfach auf und wir laufen plötzlich eher orientierungslos am Fuße des Gletschers herum. Und ehrlich gesagt konnte man ihn unterwegs teilweise sogar besser sehen als am eigentlichen „Ziel“. Aber genau für solche Momente hat man ja eine Drohne
.
Nach einer kurzen Pause machen wir uns dann wieder auf den Rückweg. Wieder derselbe Weg. Wieder kein Rundweg.
Und trotzdem sieht plötzlich alles ganz anders aus .
Am Abend suchen wir uns schließlich unseren nächsten Nachtplatz. Wobei… Nachtplatz eigentlich das falsche Wort ist .
Denn richtig dunkel wird es hier in Norwegen um diese Jahreszeit gar nicht mehr. Und heute, bei diesem wunderschönen Wetter — erleben wir das zum ersten Mal so richtig bewusst. Die Nacht wird nicht schwarz. Der Himmel wird einfach nur dunkelblau. Und gefühlt kaum ist die Sonne verschwunden, beginnt sie gegen 3 oder 4 Uhr schon wieder langsam aufzugehen .
Dieses Mal stehen wir wieder an einem traumhaften Spot und können wegen der milden Temperaturen sogar noch lange draußen sitzen. Glücklich. Müde. Und irgendwie einfach nur dankbar .
Schöner hätte der heutige Tag eigentlich kaum starten können: perfekter Ausblick, Sonne und endlich mal wieder richtig schönes Wetter 🥹. Wir starten deshalb seeeeehr entspannt in den Morgen, frühstücken gemütlich und ich setze mich erstmal an unseren Reiseblog. So einen richtigen Plan haben wir heute allerdings nicht. Es gäbe zwar mehrere Möglichkeiten… aber irgendwie fehlt uns die Motivation für eine große Wanderung. Noch ein Wasserfall? Pffff… nö 😂.
Hier ist es gerade einfach viel zu schön.Vielleicht bleiben wir einfach in der Nähe.
Also frage ich kurzerhand ChatGPT nach einer kleinen Wanderung mit Aussicht auf den Fjord — vielleicht kombiniert mit einem hübschen kleinen Ort oder Dörfchen. Und schnell steht fest: Wir fahren nach Lofthus.
Kaum fahren wir durch den Folgefonntunnelen, mit seinen stolzen 11,2 Kilometern einer der längsten Straßentunnel Norwegens, und kommen auf der anderen Seite wieder heraus…Regen . Eben schien hier doch noch die Sonne?!
Im Scherz sagen wir beide sofort: „Schnell wieder zurück!“ . Aber wir wollen ja schließlich auch weiterkommen.
Also kurzer Zwischenstopp auf dem angeblich schönsten Rastplatz Norwegens — und dann weiter Richtung Lofthus.
Leider scheint ChatGPT aktuell noch nicht erkennen zu können, dass dieses schnuckelige kleine Dorf momentan eine einzige Baustelle ist . Ein Halt dort? Komplett sinnfrei. Egal. Dann eben direkt weiter zum Startpunkt unserer kleinen Wanderung.
…auch Baustelle . Irgendwie wird heute alles von Baustellen verfolgt
. Also suchen wir uns schließlich einfach irgendeinen Platz, an dem wir: eine kleine Runde laufen können, Frieda etwas Auslauf bekommt und wir gleichzeitig die Nacht bleiben können.
Sagen wir mal so: Der Ausblick ist okay . Aber die letzten Tage haben uns einfach komplett verwöhnt. Wirklich. Sehr verwöhnt
. Trotzdem bleiben wir und starten unsere kleine Wanderung. Nichts Großes. Einfach nur bisschen Beine vertreten und Frieda Bewegung gönnen. Die ersten Meter waren sogar wirklich schön. Der Weg führte nämlich durch Obstplantagen und sah teilweise fast aus wie an der Mosel — nur eben mit Apfelbäumen statt Weinreben
.
Aber ich halte mich kurz: Es war… öde . Und gleichzeitig irgendwie anstrengend für gefühlt nichts. Und ehrlich? Wir hatten alle drei ziemlich schnell keine Lust mehr
. Das klingt jetzt alles viel negativer als es eigentlich gemeint ist. Bitte versteht das nicht falsch
. Aber heute war einfach so ein typischer „heiße Luft“-Tag. Viel gefahren. Viel geguckt. Wenig erlebt, das sich wirklich besonders angefühlt hat. Und wisst ihr was? Selbst unsere Faulenzertage waren irgendwie erfüllender
. Hier ein paar Beweisfotos
.
Aber hey… nach heute kann es ja eigentlich nur wieder besser werden . Ich tüftel jetzt noch ein bisschen an unserer weiteren Route — und dann wird sich das bestimmt bald wieder nach diesem typischen Norwegen-„Wow“ anfühlen.
Denke ich. Hoffe ich. BESTIMMT .
Na? Was glaubt ihr wohl, wie das Wetter heute bei uns aussieht? . Genau. Regen. Natürlich Regen. Allerdings eher so ein Nieselregen. Und irgendwie finde ich es heute auch ziemlich kalt. Martin behauptet steif und fest, dass es gar nicht viel kälter sei als die letzten Tage. Na gut
.
Wir verlassen den Campingplatz heute recht zügig, füllen Frischwasser auf, entsorgen alles und machen uns wieder auf den Weg. Und ACHTUNG — kleiner Spoiler: Zu diesem Zeitpunkt ahnen wir noch überhaupt nicht, was heute eigentlich noch für eine Strecke vor uns liegt. Aber sie wird traumhaft . Norwegen schafft es einfach immer wieder, dass sich selbst das bloße Fahren nicht nach „nur fahren“ anfühlt. Die Straßen, die Aussichten, die wechselnden Landschaften — die Fahrt selbst IST hier schon das Erlebnis.
Unser erster Stopp: Skjervsfossen.
Der Wasserfall stürzt hier in mehreren Kaskaden tief ins Tal und wurde mit Aussichtsplattformen und Wegen richtig schön in die Landschaft integriert. Und dann wären da noch… die Toiletten 😂.
Ich weiß wirklich nicht, wie Norwegen es schafft, selbst öffentliche Toiletten zu einer Sehenswürdigkeit zu machen 😄.
Mitten in der Natur, architektonisch total besonders und irgendwie einfach typisch norwegisch. Sowas funktioniert vermutlich auch wirklich nur hier 😂.
Weiter geht’s vorbei an immer neuen Landschaften und irgendwann fragen wir uns beide ernsthaft:
Sind wir überhaupt noch in Norwegen? 😳. Teilweise sieht es hier plötzlich so aus, wie ich mir Alaska vorstellen würde: weite Landschaften, raue Berge, Wasser, Nebel und diese unfassbare Naturgewalt überall. Ob man das wirklich vergleichen kann? Keine Ahnung 😄. Aber genau SO fühlt es sich gerade an.
Nächster Halt: der Sognefjord 🩵. Und was soll man sagen… wunderschön. Immer wieder halten wir spontan an kleinen Spots an, schauen einfach nur aufs Wasser oder genießen kurz die Aussicht. Mittagessen direkt am Fjord? Nehmen wir 😄.
Danach geht’s mit der Fähre weiter und später machen wir noch Halt im kleinen Örtchen Balestrand.
Der Sognefjord ist übrigens nicht nur irgendein Fjord. Mit über 200 Kilometern Länge gilt er als der längste und tiefste Fjord Norwegens — und sogar als einer der längsten Fjorde der Welt . Teilweise ragen die Berge hier fast senkrecht aus dem Wasser empor und genau diese Mischung aus tiefblauem Fjord, kleinen Dörfern und schneebedeckten Gipfeln macht die Gegend so unglaublich beeindruckend. Und obwohl der Sognefjord definitiv zu den bekanntesten Regionen Norwegens gehört, findet man trotzdem immer wieder kleine ruhige Spots, an denen man einfach nur dasitzt und denkt:
„Wie kann ein Ort bitte SO schön sein?“ .
Und ganz ehrlich: Was für ein süßer Ort ist Balestrand🥹. Kleine Häuser, entspannte Stimmung, nette Menschen — einfach ein Ort zum Wohlfühlen. Absolute Empfehlung 🫶. Kurz überlegen wir sogar, einfach dort zu bleiben. Aber heute packt uns plötzlich diese Gier nach mehr 😄. Es ist noch hell. Wir haben Zeit. Wir haben Lust. Also fahren wir weiter.
Und Norwegen liefert einfach weiter ab: noch mehr spektakuläre Landschaften, noch mehr wunderschöne Naturmomente und Straßen, bei denen man gefühlt hinter jeder Kurve wieder staunt.
Und dann kommt dieser völlig spontane Halt an einem See. Ganz anders als die letzten Tage. Rund um uns herum saftig grüne Berge, absolute Ruhe — und dann schenkt uns dieser Tag zum Abschluss auch noch einen traumhaften Sonnenuntergang 😍. Mehr müssen wir dazu wahrscheinlich wirklich nicht sagen, oder? 🫶🇳🇴
Bevor wir in den heutigen Tag starten, müssen wir euch unbedingt dieses Bild zeigen. Mitten in der Nacht aufgenommen. Direkt aus dem Van heraus. Kein Filter. Nicht bearbeitet. Und trotzdem ist es einfach hell . Wir konnten diese Nacht irgendwie nicht richtig schlafen… was eventuell auch daran gelegen haben könnte, dass Frieda uns komplett vollgepupst hat
. Egal. Selbst als ich gegen 2 Uhr nachts nochmal wach werde, liegt immer noch ein leichter roter Schimmer über den Bergen. Und ehrlich? Genau für sowas kann ich mich total begeistern
. Wanderungen können hier plötzlich ganz anders starten. Kein Zeitdruck wegen einbrechender Dunkelheit. Und selbst wenn man abends noch keinen Stellplatz gefunden hat, kommt man zumindest nicht mitten in stockdunkler Nacht irgendwo an.
Der neue Tag beginnt dann wirklich herrlich: Sonne, milde Temperaturen und endlich mal wieder richtig schönes Wetter .
Heute soll wieder gewandert werden. Unser erstes Ziel: der Lovatnet.
Der türkisfarbene See gehört zu den bekanntesten Seen Norwegens und liegt eingebettet zwischen steilen Bergen und Gletschern. Durch das Schmelzwasser der umliegenden Gletscher bekommt das Wasser diese fast unwirkliche Farbe 🩵
Vor Ort entscheiden wir dann spontan, genau hier eine Wanderung zu machen. Dafür fahren wir noch ein Stück weiter bis zum höher gelegenen Kjenndalstova. Dort gibt es sogar eine kleine Hütte mit Einkehrmöglichkeit.
Der Gletscher ist ein Seitenarm des großen Jostedalsbreen — dem größten Festlandsgletscher Europas — und reicht beeindruckend tief ins Tal hinein. Die Wanderung selbst ist angenehm und überhaupt nicht besonders schwierig.
Allerdings muss man ehrlich sagen: Der Weg an sich macht nicht sooo viel Spaß . Denn man läuft die meiste Zeit einfach über eine asphaltierte Straße. Und scheinbar wurde dort erst vor kurzem neu geteert, denn die ganze Strecke riecht dauerhaft nach Asphalt
. Nicht unbedingt das Naturerlebnis, das man sich vorgestellt hat
. Was den Weg allerdings komplett rettet, ist dieser immer wieder auftauchende Blick auf den Gletscher
.
Am Ende der Strecke befindet sich übrigens nochmal ein Parkplatz. Man könnte also theoretisch fast bis direkt unter den Gletscher fahren und müsste nur noch etwa 400 Meter laufen. Dementsprechend touristisch wirkt es dort oben teilweise auch: Picknickbänke überall, viele Möglichkeiten zum Verweilen…Aber für ungefähr 15 Minuten hatten wir diesen Ort tatsächlich komplett für uns alleine . Mit Sonne. Mit Ruhe. Und diesem unfassbaren Blick auf den Gletscher. Dann kamen plötzlich größere Menschengruppen
. Aber egal. Diese kurze Zeit dort oben ganz alleine war einfach wunderschön.
Auf dem Rückweg machen wir nochmal Rast an der kleinen Hütte und gönnen uns Kaffee und Kuchen. Wobei mich meine Waffel erstmal leicht irritiert hat 😂. Sour Cream… Marmelade…Hmmm. Okaaaay. Aber geschmacklich? Wirklich überraschend lecker 🤤.
Ach, fast vergessen. Die Straße bis zum See war für mich übrigens der absolute Horror 😵💫. So eng, dass oft immer nur eine Seite überhaupt ausweichen kann. Und wenn sich dann zwei Fahrzeuge genau auf gleicher Höhe begegnen… Tja. Dann muss eben einer rückwärts fahren 😒.Rückwärts. Enge Straße..Rechts neben mir Abhang. Könnte kaum schöner sein 😂.
Bevor man überhaupt zum zweiten See gelangt, kommt übrigens noch eine Mautstraße. 20 Euro. Und ganz ehrlich? Man bezahlt dort gefühlt einfach für Nervenkitzel und leichte Lebensgefahr 😂. Später fahren wir noch ein gutes Stück weiter — mit Fähren, unzähligen Tunneln und wieder diesen Straßen, bei denen man ständig aus dem Fenster starrt.
Nächstes Ziel: Ålesund.
Doch je näher wir kommen, desto mehr zieht sich der Himmel wieder zu..Und da ist er wieder: der Regen .
In Ålesund selbst lockert es zum Glück nochmal etwas auf und obwohl es inzwischen schon 21:30 Uhr ist, entscheiden wir uns spontan noch für einen kleinen Stadtbummel. Was soll’s… es ist ja immer noch hell .
Zwar haben die meisten Geschäfte schon geschlossen, dafür sind Cafés, Restaurants und Pubs noch komplett voll. Ålesund selbst hat definitiv Charme. Die Stadt ist bekannt für ihre Jugendstil-Architektur, weil sie nach einem großen Brand Anfang des 20. Jahrhunderts fast komplett neu aufgebaut wurde. Umgehauen hat uns der Ort zwar ehrlich gesagt nicht komplett — aber schön war es trotzdem .
Also schlendern wir noch ein bisschen durch die Stadt und kommen irgendwann spätabends wieder am Van an. Unser Schlafrhythmus hat sich mittlerweile übrigens komplett verschoben . Wir gehen immer später schlafen — und schlafen dafür morgens plötzlich richtig lange. Also… für unsere Verhältnisse zumindest. Bis 8:30 Uhr
.
Der heutige Tag startet bei mir tatsächlich erstmal mit Frust 😅. Wir wachen auf und… natürlich regnet es.
Ja gut, das hat es die letzten Tage auch immer wieder. Aber gerade für heute hatte ich wirklich auf etwas bessere Sicht gehofft. Für einen weiteren Stadtbummel regnet es definitiv zu stark — wobei mich das ehrlich gesagt gar nicht so sehr stört 😄. Aber unser nächstes Ziel…Da wäre mir zumindest halbwegs gute Sicht schon wichtig gewesen 🥺.
Also geht es erstmal wieder mit der Fähre weiter, vorbei an wunderschönen Landschaften und immer neuen Ausblicken.
Überspringen wollen wir unser heutiges Ziel auf keinen Fall. Einfach weiterfahren ist auch keine wirkliche Alternative — denn laut Wetter-App regnet es ohnehin überall in der Region .
Unser nächster Stopp: die Atlantikstraße.
Die Atlantikstraße gilt als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt und verbindet auf etwa 8 Kilometern mehrere kleine Inseln miteinander. Berühmt ist sie vor allem für ihre geschwungenen Brücken mitten über dem offenen Meer — besonders die bekannte Storseisundet-Brücke, die aus manchen Perspektiven fast aussieht wie eine Achterbahn .
Martin versucht mich während der Fahrt die ganze Zeit aufzumuntern und meint immer wieder, dass sich das Wetter bestimmt noch etwas lichten wird. Und wisst ihr was? Er sollte tatsächlich recht behalten . Denn genau in dem Moment, als wir an der Atlantikstraße ankommen, hört der Regen plötzlich auf. Die Sicht ist zwar längst nicht perfekt und weit schauen kann man durch den Nebel auch nicht — aber deutlich besser als befürchtet. Und damit bin ich plötzlich komplett zufrieden
.
Die „Besichtigung“ der Atlantikstraße besteht dann eigentlich hauptsächlich aus: anhalten, aussteigen, Fotos machen, weiterfahren, wieder anhalten . Man versucht wirklich aus jeder Perspektive diese Brücken einzufangen.
Gar nicht so leicht . Aaaaber
. Wir haben ja unsere Drohne
. hüpf, hüpf, freu, freu, freu. Maja wieder glücklich
.
Für große Wanderungen bleibt heute allerdings keine Zeit. Denn kaum sind wir ein bisschen unterwegs, zieht schon wieder dichter Nebel auf und es beginnt erneut zu regnen.Und heute ist es zusätzlich auch noch richtig windig 🌬️. Wir entscheiden deshalb spontan, einfach in dieser Gegend zu bleiben.
Und wieder zeigt uns Norwegen plötzlich eine komplett andere Seite von sich: rau, windig, grau, fast schon dramatisch — aber gleichzeitig irgendwie wunderschön. Diese Gegend hier lebt einfach komplett vom Meer. Von kleinen Inseln, rauer Küste, Brücken, Wind und Wetter. Und genau das macht ihren besonderen Charme aus 🩵.
Eine kleine — wirklich MINI — Regenpause ermöglicht uns dann immerhin noch eine kurze Runde mit Frieda 🐾.
Danach ziehen wir uns für den Rest des Tages wieder in unser Zuhause auf Rädern zurück. Mit Regen an den Scheiben, Wind draußen und trotzdem irgendwie einfach glücklich und zufrieden 🫶🚐.
Was hatten wir bitte für eine wackelige Nacht 😅. Der Wind hat ganz schön am Van gerüttelt und zeitweise fühlte es sich eher an, als würden wir auf einem Boot schlafen statt auf einem Stellplatz 🌬️🚐. Irgendwie hatte das zwar auch etwas Gemütliches — Regen und Sturm draußen, während man selbst eingekuschelt im Van liegt — aber ruhig geschlafen haben wir definitiv nicht 😄.
Die Gegend und unser Platz dort sind übrigens trotzdem absolut empfehlenswert . Heute müssen wir allerdings weiter. Für den heutigen Tag haben wir uns ein neues Ziel ausgesucht und dafür steht diesmal auch eine etwas längere Fahrt an. Vorher mussten wir allerdings erstmal entscheiden: Kehren wir eher durchs Landesinnere zurück oder bleiben wir weiter an der Küste? Und diesmal fällt die Wahl aufs Landesinnere. Schon während der Fahrt entstehen wieder unzählige Fotos direkt aus dem Auto heraus. Und erneut verändert sich die Landschaft plötzlich komplett. Teilweise wirkt es fast schon ein bisschen wie Kanada oder Schweden: weite Wälder, ruhige Flüsse, offene Landschaften und viel weniger dieses dramatische Fjordgefühl der letzten Tage. Und hey — heute scheint tatsächlich fast durchgehend die Sonne
.
Während der Fahrt merken wir allerdings relativ schnell: Mmmhhh… eigentlich ist heute eher ein Tag für Pause. Einfach mal kurz runterfahren. Durchatmen. Die ganzen Eindrücke der letzten Tage erstmal sacken lassen. Also suchen wir uns spontan einen Campingplatz. Und was sollen wir sagen? Volltreffer . Sehr urig, familiär und direkt an einem Fluss gelegen. Und ja, mal KEIN Fjord
. Die lassen wir jetzt erstmal langsam hinter uns. Wir befinden uns übrigens inzwischen im Rondane Nationalpark. Der älteste Nationalpark Norwegens ist bekannt für seine weiten Berglandschaften, wilden Flüsse und diese ruhige, fast ursprüngliche Atmosphäre.
Und genau so fühlt es sich hier auch an . Viel mehr passiert heute deshalb auch gar nicht mehr. Ein bisschen chillen. Kuchen backen. Mit Frieda spazieren gehen
. Und damit sind wir für heute offiziell erstmal: out of order
.
Die Pause gestern war wirklich genau das Richtige 🫶. Einfach mal nichts müssen, runterfahren und die letzten Tage sacken lassen. Nur die Nacht selbst war… eher semi entspannt 😅. Frieda ging es leider nicht ganz so gut und sagen wir mal so: Martin durfte nachts mehrfach mit ihr raus 😬🐾. Die genauen Details ersparen wir euch einfach mal 😂. Für heute habe ich ihr deshalb erstmal eine Möhrensuppe gekocht. Mit ganz viel Liebe natürlich. Das Problem? Sie rührt sie einfach nicht an 🫤
Vielleicht hat sie ja inzwischen einfach Heimweh 😉🐾
Apropos Heimweh: Wir befinden uns inzwischen tatsächlich schon auf dem Rückweg. Und auch wenn wir die restliche Strecke noch wunderbar entspannt aufteilen können, fühlt es sich trotzdem komisch an. Denn das ganz große Spektakuläre liegt vermutlich tatsächlich schon hinter uns 🥹. Eine letzte Wanderung wollten wir im Rondane Nationalpark eigentlich unbedingt noch machen. Tja…Norwegen sieht das offenbar anders 😄. Gestern versprach die Wetter-App noch wunderschönes Wetter, sowohl hier als auch auf unserer weiteren Route. Und heute? Ähhhhh… nope 😂🌧️. Alles wieder verschoben. Die Regenwolke verfolgt uns scheinbar weiterhin hartnäckig . Und ganz ehrlich: Die Motivation, im strömenden Regen nochmal wandern zu gehen, hält sich heute wirklich in Grenzen 😄. Also fällt unsere vermutlich letzte Wanderungsmöglichkeit für diesen Urlaub tatsächlich ins Wasser.
Und so landen wir schließlich in Lillehammer. Die kleine Stadt wurde vor allem durch die Olympischen Winterspiele 1994 weltbekannt und man merkt bis heute, wie sehr dieser Ort vom Wintersport geprägt ist. Rund um Lillehammer gibt es unzählige Skigebiete, Sprungschanzen und olympische Anlagen. Unsere Wandersachen werden hier nun endgültig weggepackt 😄. Die Sonne scheint tatsächlich mal wieder und wir schlendern ganz locker und ohne großes Ziel durch die Straßen. Und obwohl Holzhäuser ja eigentlich typisch norwegisch sind, erinnern mich viele Häuser hier irgendwie eher an eine kleine Westernstadt 😂. Wir machen eine Pause, essen sündhaft teures Essen, allerdings nicht, weil wir plötzlich nobel unterwegs sind 😄. Hier ist einfach ALLES unfassbar teuer. Während wir also essen, planen wir langsam den weiteren Verlauf unserer Rückreise. Und plötzlich merkt man: Die Reise neigt sich tatsächlich langsam dem Ende entgegen 🥹
Und dann haben wir plötzlich DIE Idee 🥹. Nach etwas tüfteliger Recherche finden wir tatsächlich den Platz wieder, der uns schon vor vier Jahren bei unserer ersten Norwegenreise komplett abgeholt hat. Ausgerechnet diesen einen besonderen Ort hatten wir damals natürlich nicht abgespeichert 🙄😂. Aber warum eigentlich woanders den Abschluss unserer Reise verbringen, wenn genau dieser Platz sich schon einmal wie „Norwegen pur“ angefühlt hat? Also beschließen wir kurzerhand:Da fahren wir hin. Zwar haben wir danach noch einen ganzen Tag bis zur Abreise vor uns, aber die Zivilisation wird uns früh genug wieder einholen 😄. Also gesagt, getan. Und was sollen wir sagen?.Schaut euch das bitte an 🥹. Genau. So. Schön.Wie vor vier Jahren. Manche Orte verlieren einfach nichts von ihrem Zauber 🫶. Und das Beste daran? Man darf dort sogar immer noch kostenlos stehen 🥰🚐🇳🇴.
Unser letzter Tag in Norwegen beginnt… unfassbar langsam und entspannt 😄. Nach einer kleinen Gassirunde mit Frieda legen wir uns tatsächlich nochmal hin — und wachen erst gegen 10 Uhr wieder auf 😳😂. Frieda geht es übrigens zum Glück wieder besser 🐾. So eine Möhrensuppe wirkt bei 💩-Problemen scheinbar wirklich kleine Wunder 😄. Also wird erstmal gepackt, aufgeräumt und gemütlich gefrühstückt.
Ein kleines Stück bis nach Kristiansand liegt heute noch vor uns, aber genau diese Strecke wollen wir uns bei dem herrlichen Wetter ganz entspannt aufteilen. Und irgendwie fühlt es sich fast so an, als würde Norwegen uns langsam auf die Temperaturen zu Hause vorbereiten 😂. Wobei wir darauf ehrlich gesagt überhaupt keine Lust haben 😄. Also rollen wir ganz gemütlich los. Unser erster Halt: Tvedestrand. Und was sollen wir sagen? Klein. Niedlich. Kann man machen 😄. Der kleine Küstenort gilt als eine der ältesten Holzhausstädte Norwegens und wirkt fast ein bisschen wie aus der Zeit gefallen — mit weißen Häusern, kleinen Booten und ruhiger Hafenstimmung.
Nächster Halt: Lillesand. Und das hat direkt nochmal etwas mehr Flair 🥹. Die kleine Küstenstadt mit ihren weißen Holzhäusern, engen Gassen und dem gemütlichen Hafen wirkt fast wie aus einem Bilderbuch. Hier gönnen wir uns erstmal ein richtig leckeres Softeis 🍦. Und plötzlich sitzen wir im T-Shirt in der Sonne und genießen einfach nur die warmen Temperaturen. Norwegen… du verwirrst uns wettertechnisch wirklich komplett 😂
Unser letzter Stopp: Kristiansand.
Die Stadt ist uns inzwischen ja nicht mehr unbekannt, deshalb entstehen heute auch keine großen weiteren Bilder mehr.
Von hier geht morgen früh schließlich auch unsere Fähre zurück. Wir bleiben direkt im Zentrum stehen und haben morgen gerade mal etwa 10 Minuten bis zum Hafen. Also schlendern wir noch ein wenig durch die Stadt und versuchen uns für den Abend mit Baguette einzudecken. Was übrigens komplizierter war als gedacht 😂. Am Abend gibt es dann einfach Antipasti im Van — gemütlicher Abschluss inklusive 🫶. Und damit endet unsere Reise durch Norwegen erstmal wieder.
Ganz vorbei ist unser Roadtrip allerdings noch nicht 😄. Die Rückfahrt teilen wir uns nämlich nochmal entspannt auf — mit Zwischenstopps in Dänemark und vielleicht sogar noch in der Lüneburger Heide. Mal sehen, worauf wir Lust haben 🥰🚐
Unser Resümee – Norwegen, du wunderschöner nasser Troll 🇳🇴😂
Die Reise ist vorbei, der Van halb leergeräumt und irgendwo zwischen dreckigen Wanderschuhen, tausend Fotos und zerknitterten Parktickets versucht man zu begreifen, wie schnell diese Zeit eigentlich vergangen ist 🥹. Norwegen hat uns auch beim zweiten Mal wieder komplett abgeholt. Nicht nur wegen dieser unfassbar schönen Landschaften. Nicht nur wegen Fjorden, Gletschern, Wasserfällen oder den Straßen, die hinter jeder Kurve aussehen wie ein neues Postkartenmotiv.
Sondern vor allem wegen dieses Gefühls. Dieses langsamer werden. Dieses „einfach unterwegs sein“.
Und ja… das Wetter 😄. Rückblickend klingt und sieht es vermutlich deutlich schlimmer aus, als es eigentlich war. Ja, wir hatten viel Regen. Wirklich viel 😂. Aber es war nicht so kalt, wie man es erwartet hätte. Eigentlich haben wir eher einen zweiten nassen Frühling erlebt. Mal Sonne. Mal Regen. Mal Nebel. Mal Schnee. Und oft alles gleichzeitig 😄
Aber genau das gehört irgendwie zu Norwegen dazu. Und vielleicht hat gerade dieses wechselhafte Wetter die Landschaft sogar noch intensiver wirken lassen: das saftige Grün, die tiefhängenden Wolken in den Bergen, diese mystische Stimmung überall 🫶.
Und Reisen mit Hund? Das bedeutet definitiv umdenken. Vor allem mit so einer vorsichtigen kleinen Maus wie Frieda 🐾
Schmale Brücken, viele Menschen, neue Geräusche — manches war für sie wirklich eine Herausforderung. Aber gleichzeitig hat sie so toll mitgemacht 🥹.
Und vielleicht war genau das am Ende das Schönste an dieser Reise: Regentagen im Van. Mit Sonnenuntergängen am See.
Mit Chaos, Tunnelängsten, Zimtschnecken, Möhrensuppe und viel zu teuren Waffeln 😄. Norwegen hat uns wieder begeistert. Wieder berührt. Und wieder ein kleines Stück entschleunigt. Und eins wissen wir ganz sicher:
Das war nicht das letzte Mal 🇳🇴🫶
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