25. Oktober 2025

Eigentlich sollte unser nächstes Abenteuer ganz anders aussehen. Thailand war das große Ziel – Sonne, Palmen, Streetfood 🌴🍜. Doch wer in letzter Zeit mal Flugpreise gecheckt hat, weiß: „Zu spät gespart“ 😉.
Also haben wir kurzerhand umgeplant: Statt tropischer Inseln geht’s jetzt Richtung Berge! Wohin genau, verraten wir aber noch nicht – ein bisschen Spannung muss ja bleiben 🤫.

Unser Roadtrip startet in Leipzig – und besser hätten wir’s nicht treffen können! Hier treffen wir Freunde, die uns direkt eine kostenlose (und vor allem herzliche ❤️) Stadtführung spendiert haben.

Unser Zuhause für die Nacht war ein Wohnmobilstellplatz ganz in der Nähe des Leipziger Hauptbahnhofs gelegen und ideal, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Der Bahnhof selbst ist schon ein kleines Highlight: ein imposanter Kopfbahnhof mit riesiger Fassade und unzähligen Bahnsteigen. Fun Fact 💡: Der Leipziger Hauptbahnhof ist einer der größten Kopfbahnhöfe Europas – und das merkt man! Zwischen den historischen Hallen, modernen Läden und dem geschäftigen Treiben fühlt man sich fast ein bisschen wie in einer kleinen Stadt für sich.

Bevor unsere kleine Stadtführung losging, wurden wir noch ins Teehaus Kandler eingeladen 🍰. Und was sollen wir sagen: Beste Torten ever! 😍 Gemütliches Ambiente, duftender Tee und dazu diese klassischen, handgemachten Stücke – einfach himmlisch. Ein perfekter Start in den Tag, bevor wir uns in die Leipziger Altstadt gestürzt haben.

Leipzig hat uns sofort begeistert – eine Stadt, die alt und jung zugleich wirkt. Historische Gebäude, kreative Viertel, Straßenmusik an jeder Ecke und ein Hauch von Großstadtflair, der trotzdem irgendwie gemütlich bleibt.

Besonders spannend fanden wir Connewitz – das alternative Viertel mit seinen bunten Fassaden, kleinen Läden und jeder Menge Streetart 🎨. Wir haben’s zwar nur angerissen, aber es uns nicht nehmen lassen, in einem der vielen Cafés und Bars eine kleine Pause einzulegen 🍹. Unsere Wahl fiel auf das Puschkin, ein gemütlicher Spot mit entspannter Atmosphäre und genau dem richtigen Mix aus alternativem Charme und Leipziger Lässigkeit. Perfekt, um kurz durchzuatmen und das bunte Treiben im Viertel zu genießen.

Im Zentrum und auf Empfehlung sind wir im Café Madrid gelandet – und das war ein Volltreffer! Tapas, Wein und ein bisschen Urlaubsfeeling mitten in Leipzig.

Das Ambiente erinnerte uns leicht ans Extrablatt: laut, lebendig und voller Energie. Der Service war allerdings top, das Essen köstlich…wir können es nur weiterempfehlen! 🙌

Alles in allem war Leipzig ein perfekter Start für unseren spontanen Roadtrip 🚐💨.
Wenn ihr mal in der Nähe seid: Haltet an, lasst euch treiben und genießt die Stadt – es lohnt sich! 🌆💕

26. Oktober 2025

Da wir gestern für unsere Verhältnisse recht spät gegessen haben, war uns heute Morgen nur nach einem schnellen Cappuccino ☕ – klein, fein, wachwerden, und schon fuhren wir weiter. Die Reise geht weiter! Wir verabschieden uns von Leipzig und steuern unser nächstes Ziel an. Eine Sehenswürdigkeit, die schon ewig auf meiner persönlichen To-do-Liste stand.

Einmal Prinzessin sein. Keine Sorge, ich hüpfe gleich nicht im Tüllkleid als Disneyfigur durchs Bild 😂. Aber wer von euch kennt den alten tschechischen Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“? Ein echter Klassiker – und genau das Schloss aus dem Film liegt nicht weit von Leipzig: Schloss Moritzburg bei Dresden.

Das Wetter hält sich noch gerade so – ein paar Wolken, aber kein Regen, also perfekt für einen Ausflug in die Märchenwelt. Schon bei der Ankunft merkt man: hier ist heute was los! Rund um das Schloss findet das Fisch- und Waldfest statt, und überall herrscht buntes Treiben.

Ein kleiner Wermutstropfen: Der See vor dem Schloss war diesmal komplett leer. Erst dachten wir, es liegt vielleicht am Wetter oder an Bauarbeiten, aber tatsächlich wird er regelmäßig abgelassen – zur Fischzucht und zum traditionellen Fischzug, der Teil des Festes ist. Passt also perfekt zum Tag, auch wenn’s für die Fotos natürlich etwas schade war.

Wir entscheiden uns, das Schloss auch von innen zu erkunden – und lassen uns von einem digitalen Guide führen. An sich ganz cool, aber ehrlich gesagt nicht so praktisch, wenn man (so wie ich😅) ständig mit der Kamera beschäftigt ist.

Der Schuh allerdings… passte mir nicht 👠😂. Aber halb so schlimm… meinen Prinzen hab ich ja schon ❤️.

Der Tag ist noch nicht zu Ende. Während wir weiterfahren, fängt es immer mehr an zu regnen. Für die Fahrt selbst nicht schlimm, aber für unser nächstes Ziel etwas ungünstig. Ich hatte wirklich gehofft, dass wir ein bisschen Glück haben und es zumindest trocken bleibt… aber naja, es ist eben Herbst 🍂. Ein wunderschöner sogar !

Angekommen an unserem Ziel, beschließen wir, erstmal eine kleine Kaffee-und-Kuchen-Pause im Van einzulegen ☕🍰. In der Hoffnung, dass der Regen vielleicht doch noch etwas nachlässt, genießen wir das Prasseln auf dem Dach.

Warm eingepackt und mit Schirmen bewaffnet, machen wir uns schließlich doch auf den Weg. Eine große Wanderung wird es heute nicht, aber unser Ziel wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen: die Rakotzbrücke im Rhododendronpark Kromlau.

Trotz Regen hat dieser Ort etwas ganz Besonderes. Die berühmte Brücke spiegelt sich im Wasser, die Umgebung ist still, und nur das gleichmäßige Tropfen auf die Schirme ist zu hören. Wir machen das Beste daraus, halten den Moment fest – nass, aber glücklich. Und vielleicht war es genau dieses graue Herbstwetter, das dem Ort seine ganz eigene Stimmung verliehen hat. 🌧️💚

27. Oktober 2025

Heute heißt es: Tschüss Deutschland, hallo Polen!
Und das ging tatsächlich schneller, als gedacht. Manchmal ist es schon verrückt, wie unscheinbar so ein Grenzübergang sein kann – diesmal war’s einfach nur eine kleine Brücke, die beide Länder verbindet. Polizei stand zwar da, aber wir wurden nicht angehalten. Wir haben ja nichts zu verbergen, trotzdem ist dieses kurze Kribbeln im Bauch immer da – man kennt’s: „Bitte nicht rauswinken… bitte nicht rauswinken.“ 😅

Unser Ziel heute: Breslau, oder wie es auf Polnisch heißt – Wrocław. Schon bei unserer letzten Reise stand die Stadt auf unserer Wunschliste, aber damals war die Zeit einfach zu knapp. Diesmal führt uns die Route direkt durch, also – worauf warten?

Kaum angekommen, ist man direkt mittendrin im Charme dieser Stadt. Breslau ist bunt, lebendig und steckt voller Geschichte – aber auch voller Überraschungen!

Überall in der Innenstadt stehen kleine Zwerge, oder wie sie hier heißen: Krasnale. Mittlerweile soll es über 800 Stück geben – und ja, ich habe ganze 22 davon entdeckt! 🎉 Die kleinen Kerlchen stehen an Straßenecken, lugen aus Hauseingängen hervor oder chillen auf Geländern – jeder mit seinem eigenen Charakter. Es macht richtig Spaß, sie zu suchen…

Natürlich haben wir uns auch die Universität angeschaut. Ein beeindruckendes Gebäude mit ganz viel Geschichte und Charakter. Beim Anblick der alten Hörsäle kam kurz der Gedanke auf: Vielleicht holen wir unser Studium ja doch noch nach 😜.

Danach ging’s weiter zur Elisabethkirche, die man schon von weitem über den Dächern der Stadt erkennt. Die Aussicht von oben ist wirklich wunderschön – ein Panorama über ganz Breslau, das einen für den anstrengenden Aufstieg belohnt. Wenn nur das Wetter ein bisschen gnädiger gewesen wäre 🌧️… Aber naja, das gehört wohl einfach zu unserem Herbst-Roadtrip dazu.

Zum Abschluss des Tages gab’s natürlich noch etwas richtig Typisches: Pierogi! Mitten im Herzen der Stadt – direkt am wunderschönen Marktplatz von Breslau. Wir waren im Stary Młyn, einem Restaurant mit gemütlicher Atmosphäre, freundlichem Service und natürlich… richtig guten Pierogi 😍.

Und der Preis? Einfach unschlagbar: knapp 40 € für zwei Personen inklusive Getränke – mega! Ein leckeres Essen nach einem langen, grauen Tag. Mehr war heute allerdings nicht drin. Das Wetter wurde immer schlechter, es wurde schnell dunkel, und wir mussten uns noch einen Stellplatz für die Nacht suchen – was im Dunkeln bekanntlich gar keinen Spaß macht 😅. Aber hey – Hauptsache, wir sind wieder ein Stück weitergekommen. Und Breslau? Auf jeden Fall ein Ort, der zu empfehlen ist– am besten mit Sonne, mehr Zeit und vielleicht 23 Zwergen statt 22. 😉✨

28. Oktober 2025

Bevor wir in den heutigen Tag starten, noch eine kleine Geschichte von gestern Abend…
Die Platzsuche stellte sich als komplizierter heraus, als gedacht. Nach einigem Hin und Her hatten wir schließlich einen Platz gefunden – irgendwo im Nirgendwo. Nicht perfekt, aber wir dachten: passt schon. Film an, Füße hoch…

Immer wieder fuhren Autos vorbei – für diese abgelegene Gegend irgendwie zu viele. Und irgendwann kam ein Typ mit lauter Musik angefahren, parkte ganz in der Nähe und suchte scheinbar ebenfalls einen Platz. Normalerweise finde ich’s ja total schön, wenn Gleichgesinnte in der Nähe sind – aber diesmal hatte die Situation einfach kein gutes Gefühl.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben kurzerhand eingepackt und sind ein Stück weitergefahren. Am Ende landeten wir auf dem Parkplatz eines Schwimmbads – sicher, ruhig, unspektakulär, aber dafür endlich entspannte Nacht. 😴

Und jetzt wird’s offiziell: Unser eigentliches Ziel ist erreicht! Wir sind in der Hohen Tatra, genauer gesagt in Zakopane – und haben uns dort sogar eine kleine Unterkunft für drei Nächte gegönnt.

Schon bei der Ankunft spürt man, dass Zakopane etwas Besonderes ist. Die Stadt liegt eingebettet zwischen Bergen und Wäldern, überall sieht man hübsche Holzhäuser im Goralenstil – traditionell, detailverliebt und richtig charmant.
An den Straßenständen duftet es nach Oscypek, dem berühmten geräucherten Schafskäse, der hier in allen Varianten verkauft wird – gegrillt, herzhaft, manchmal sogar süß mit Preiselbeeren. Doch von herbstlichen Temperaturen kann man hier nicht mehr reden. Den Herbst haben wir quasi übersprungen – hier oben ist’s winterlich kalt.

Unser kleines Häuschen aus Holz 🏡🔥

Unsere Unterkunft ist ein echtes Highlight: ein kleines Tiny House aus Holz, liebevoll eingerichtet, perfekt aufgeteilt – gemütlich, warm und mit diesem ganz besonderen Wohlfühlcharakter. Die Kombination aus Holz und Stein macht das Ganze so richtig einladend. Das i-Tüpfelchen? Ein Kamin, der abends für das perfekte Kuschel-Feeling sorgt, und eine Sauna im Bad, von der aus man direkt in den Garten gehen kann. Wie genial ist das bitte?
Und als wäre das nicht genug, haben wir direkt vom Häuschen aus freie Sicht auf die Berge – einfach unbezahlbar.

Nach den letzten Tagen im Van ist das hier genau das, was wir gebraucht haben. Heute sind wir ehrlich gesagt ein bisschen ausgelaugt – also kein großes Programm mehr. Wir genießen einfach das Ankommen, den Komfort und den Blick auf die Berge, die schon im Schatten liegen. Das Wetter hat uns heute richtig in die Karten gespielt, und wir haben es gerade noch geschafft, im Trockenen anzukommen, bevor die Sonne hinter den Gipfeln verschwand.

29. Oktober 2025

Während ich gestern den Reiseblog für euch geschrieben habe, hat sich Martin direkt in die hauseigene Sauna verzogen und entspannt – und ich? Ich hatte zumindest den Kamin an und hab’s mir drinnen gemütlich gemacht 🔥. 

Das Wetter soll heute richtig schön werden – also nichts wie raus! Wir planen eine Wanderung direkt von unserem Tiny House aus. Besser geht’s doch gar nicht, oder? Erstmal noch den ersten Kaffee genießen, die kühle Bergluft einatmen und dann los.

Heute führt uns der Weg in die Dolina Kościelska, ein wunderschönes Tal im Tatra-Nationalpark, in Richtung Ornak-Hütte. Der Himmel lichtet sich immer mehr, und nach den letzten Städtetrips haben wir endlich wieder so richtig Lust auf Natur.

Und falls ihr euch fragt, wo eigentlich unsere Frieda ist 🐾…
Tja, die passt während dieser Reise auf Martins Eltern auf😉. Es war wirklich ein kleines Gefühlschaos – wir reisen ja eigentlich total gerne mit ihr. Aber zu dieser Jahreszeit ist es zu zweit oft schon knifflig genug: früh dunkel, viel Dreck, mehr Zeit im Van. Und trotzdem… das Herz sagt natürlich was anderes. Als wir dann aber gleich zu Beginn unserer Wanderung ein Schild sahen – „Hunde verboten!“ – wussten wir: Entscheidung richtig getroffen.
Klar, in Parks oder Restaurants ist das nichts Neues, aber im Nationalpark? Komisch fühlte es sich trotzdem an.

Das erste Drittel der Wanderung war… sagen wir mal: weniger idyllisch 😅. Eine riesige Baustelle zog sich durchs Tal, alles laut, matschig und irgendwie nicht das, was man sich so vorstellt. Ich hätte es eigentlich fotografieren sollen – denn ja, auch das gehört dazu. Aber was soll ich sagen? Ich fotografiere halt meistens nur schön 😂📸.

Danach wurde es aber richtig traumhaft! Wir waren früh unterwegs, und obwohl schon einige andere Wanderer da waren, verlief sich alles wunderbar. Aber mal ehrlich – was ist hier wohl erst in der Hochsaison los?!

Unser Ziel war die Berghütte Ornak, aber kurz davor führte noch ein kleiner Weg zu einem See – und natürlich mussten wir da hin! Zum Glück, denn wir kamen genau richtig: komplett allein am Smreczyński Staw, einem kleinen, stillen Bergsee auf etwa 1.200 Metern Höhe, umgeben von dichten Wäldern und mächtigen Gipfeln. 
Er gilt als einer der schönsten Seen der polnischen Tatra – und in diesem Moment wussten wir auch, warum. Kein Mensch weit und breit, nur wir, das glasklare Wasser und die Sonne. Diese Stille, das Licht, der Moment – einfach perfekt. 💛
Der Weg dorthin war zwar steil und schweißtreibend 🥵, aber es hat sich sowas von gelohnt.

An der Berghütte gab’s dann die verdiente Pause, bevor es wieder zurückging. Leider kein Rundweg, aber durch die sich verändernde Sonne wirkte alles auf dem Rückweg nochmal ganz anders – weich, golden, fast magisch. 

Am Ende der Tour kehrten wir noch in einem kleinen Restaurant ein – und ich schwöre euch: Ich habe dort die besten Pierogi meines Lebens gegessen! 😍 Gefüllt mit Pilzen, die so frisch schmeckten, als wären sie gerade eben aus dem Wald gepflückt worden. Eine echte Geschmacksexplosion – erdig, aromatisch, einfach unglaublich lecker.

Zuhause angekommen: Beine schwer, Rücken müde, aber Herz glücklich. Wir suchten uns einen Film raus, schmissen nochmal die Sauna an und versuchten, nicht schon um 20 Uhr einzuschlafen. 😅

Kurz bevor wir ins Bett gingen, kam noch eine Sturmwarnung auf unsere Handys. Mal sehen, was die Nacht bringt  🌬️

30. Oktober 2025

Die Nacht war… sagen wir mal: laut 😅 Der Wind pfiff so stark um die Hütte, dass es sogar durch die Ritzen zog. Wirklich gut geschlafen haben wir beide nicht. Während Martin noch ein wenig weiterschlief, hab ich mir ein Buch geschnappt, mich in eine Decke eingekuschelt und draußen in der Sonne gelesen. Diese morgendliche Ruhe, der Blick auf die Berge, die klare Luft… einfach herrlich. 📖

Eigentlich wollten wir den Tag heute ganz entspannt angehen – nichts tun, schlechtes Wetter schlechtes Wetter sein lassen.
Aber dann: blauer Himmel, Sonne pur und milde Luft! Da war sofort klar – nix mit Faulenzen! 😄  Es dauerte keine zwei Minuten, bis der Plan stand: Raus, Sonne genießen, Berge anschauen!
Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir nach Zakopane gefahren. Dort ging’s mit der Bergbahn hinauf. Oben angekommen hat uns die Wärme fast überrascht. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, kein Wind… einfach nur wow! 🌤️

Eigentlich wollten wir oben noch eine Wanderung machen, aber keine Route hat uns so richtig überzeugt. Viele Wege führten auf die andere Seite – ohne Aussicht auf die Gipfel. Nee, das wollten wir nicht. Also entschieden wir uns, zu Fuß wieder hinunter nach Zakopane zu laufen.

Unten angekommen war in der Stadt richtig was los! Seit unserer Ankunft hat sich hier einiges getan – überall wird gewerkelt, geschmückt und vorbereitet. Die Wintersaison steht vor der Tür, und es liegt schon ein Hauch von Weihnachten in der Luft. Am Ende des Tages sind wir – wie sollte es anders sein – wieder in einem Restaurant gelandet. Und eins ist sicher: der typische Bergsound mit Geige, Bass und Gesang begleitet euch hier überall. Anfangs gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie gehört’s einfach dazu 😄

Jetzt heißt es: ab in die Hütte, Kamin an, Füße hoch und den Tag ausklingen lassen. Ach – und übrigens: wir haben unseren Aufenthalt hier verlängert! 🥰 Bis Sonntag bleiben wir in unserem kleinen Holzparadies mit Bergblick.
Wir konnten einfach nicht anders… 

31. Oktober 2025

Heute sind wir etwas früher aufgestanden – und was soll ich sagen: im Vergleich zu gestern fühlt es sich an, als wäre über Nacht der Winter eingezogen. Eine feine Frostschicht überzieht die Wiesen, die Luft ist klar und kalt. Wir frühstücken ungewohnt früh, müssen uns ja auch für die heutige Tour stärken – unser Ziel: Morskie Oko!

Ich freu mich schon seit Tagen darauf. Martin ist ja meistens der Entspannte von uns, was meine Planungen angeht – er macht einfach mit 😄. Diesmal hat er sich aber selbst ein bisschen eingelesen, denn ehrlich gesagt: bei der ganzen Anreiserei war ich völlig verwirrt. Also los! Früh starten ist Pflicht – wegen Parkplatz, Menschenmassen und der früh einsetzenden Dämmerung.

Nach 45 Minuten Fahrt erreichen wir den Einstiegspunkt – Palenica Białczańska. Noch ist es ruhig, und wir ergattern tatsächlich einen Parkplatz. 25 € – autsch 😅. Alternativ gibt’s auch Shuttlebusse aus Zakopane, aber gut, wir sind ja flexibel. Dazu noch der Eintritt für den Tatra-Nationalpark: umgerechnet etwa 5,50 € für uns beide. Jetzt aber los!

Der Weg zum See ist etwa 8 km lang, stetig bergauf und komplett asphaltiert – nicht unbedingt unser Lieblingsuntergrund. Trotzdem ist schon einiges los. Zwischendurch verläuft es sich, aber immer wieder bilden sich kleine Grüppchen.

Wer möchte, kann sich auch mit einer Pferdekutsche hochfahren lassen. Für uns kam das allerdings nicht infrage – die Pferde wirkten müde und ziemlich mitgenommen, das wollten wir nicht unterstützen. 🐴💔

Nach etwa der Hälfte gibt’s eine Abkürzung, die etwas natürlicher und spannender wirkt – aber leider nur kurz.

Und dann – endlich – Morskie Oko! 💙 Wir hatten ja schon viel gehört, aber der Anblick war wirklich beeindruckend. Der See liegt eingebettet zwischen hohen Tatra-Gipfeln, das Wasser tiefblau und klar. Kein Wunder, dass er als einer der schönsten Seen Polens gilt – sein Name bedeutet übrigens „Meeresauge“. 🌊

Zugegeben, die Wanderung war kein Highlight – mehr ein „Weg zum Ziel“ – aber das Ziel hat es mehr als wettgemacht.
Oben angekommen, war Martin plötzlich ganz blass – Unterzucker! Also schnell ein Riegel, ein Schluck Cola – und schon war er wieder einsatzbereit 😄. Natürlich haben wir uns dann auf den Weg rund um den See gemacht. Diese Runde war endlich das, was wir lieben: Natur, Ausblick, Bewegung, Stille.

Und ungefähr auf halber Strecke zweigte ein Weg nach oben ab – zum Czarny Staw pod Rysami, dem „Schwarzen See“. Der Aufstieg dauert etwa 30 Minuten, aber der Name trügt: es ist kein dunkler, unheimlicher Ort, sondern einfach spektakulär! 🏞️
Mit jedem Schritt wurde es kälter, rutschiger, eisiger. Wir hätten wirklich anderes Schuhwerk gebrauchen können – Spikes wären ein Traum gewesen! Während wir konzentriert Stufe für Stufe nahmen, kamen uns einige Wanderer auf allen Vieren wieder entgegen – der Ausdruck in ihren Gesichtern sagte alles 😅.

 

Oben angekommen, wurden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Noch ein Stückchen höher, und man konnte tatsächlich beide Seen gleichzeitig sehen – Gänsehautmoment! 

Der Abstieg war… sagen wir mal, abenteuerlich. Wir haben die Kameras lieber sicher verstaut – bis neben uns plötzlich etwas raschelte. Ein Hirsch! 🦌 So nah, so frei – einfach magisch.

Zurück am Morskie Oko drehten wir unsere Runde zu Ende, machten unzählige Fotos und kehrten schließlich in die Berghütte ein. Dort: Menschenmassen. Ich musste auf einen Tisch warten, während Martin unser Essen organisierte – die typische Berghüttenstimmung, nur etwas lauter 😅.

Gestärkt, glücklich und ein bisschen erschöpft machten wir uns schließlich auf den Rückweg – die gleiche asphaltierte Straße, nur voller und gefühlt doppelt so lang. Als wir endlich beim Auto ankamen, war es schon fast dunkel. Der Tag war lang, aber unglaublich eindrucksvoll.

Auf dem Heimweg hielten wir noch bei „unserem“ kleinen Tante-Emma-Laden, um ein paar Kleinigkeiten zu holen – und natürlich unsere heißgeliebten Teilchen. 🥐 Wie jeden Tag kamen wir mit der netten Verkäuferin ins Plaudern – bis sie meinte: „Morgen sind wir geschlossen – Feiertag!“
Ach ja… Allerheiligen. Vielleicht tatsächlich ein Wink, morgen mal wirklich nichts zu tun. 😌

01. November 2025

Der Samstag startet ganz entspannt. Kein Stress, keine Pläne, einfach nur den Moment genießen. Die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite und zum Frühstück sitzen wir tatsächlich draußen auf unserer Terrasse – Sonne im Gesicht, Berge im Blick, das Leben könnte gerade nicht schöner sein.

Und dann kam eine kleine Mietze, die uns beim Frühstück Gesellschaft leistet. So süß! Farblich würde sie perfekt zu unserer Frieda passen. 😻

Irgendwann meinte Martin dann so ganz beiläufig: ⁠„Lass uns doch ein bisschen spazieren gehen.“

Eigentlich keine schlechte Idee – das Wetter herrlich, der letzte Tag in Polen, warum also nicht?
Tja… hätte ich’s mal lieber gelassen! 😂
„Nur 8 km“, hat er gesagt. „Ganz leicht“, hat er gesagt. „Normales Schuhwerk reicht“, hat er gesagt…

Ich sag euch eins: alle Spaziergänge, die als „leicht“ bezeichnet werden, sind eine Lüge! 😂 Meine Beine erinnern mich inzwischen bei jedem Schritt an die letzten Tage, aber gut – Bewegung schadet ja nicht.

Unser Ziel: Gubałówka, diesmal nicht mit der Zahnradbahn, sondern zu Fuß. Der Weg war wirklich schön – fantastische Aussichten auf die Tatra, Sonne, klare Sicht, einfach schön. Oben angekommen, war allerdings nichts mehr von Feiertagsruhe zu spüren – Menschen ohne Ende! Gefühlt mehr als an jedem Tag zuvor. Wir gönnen uns noch etwas zu essen, genießen den Moment und machen uns dann langsam auf den Rückweg.

Da wir recht spät gestartet waren, wurde es beim Abstieg ziemlich schnell dunkel – aber irgendwie passte das. 🌄
Ein ruhiger, friedlicher Abschluss für unseren letzten Tag in Polen, voller schöner Erinnerungen und müder Beine.

02. November 2025

Heute heißt es Abschied nehmen von Zakopane – und irgendwie fällt es uns gar nicht so leicht. Die Tage hier waren intensiv, voller Eindrücke, Höhenmeter und unvergesslicher Momente. Eigentlich stand als Nächstes ein Zwischenstopp in der Slowakei auf dem Plan – aber ganz ehrlich? Nach den letzten Wanderungen waren unsere Beine anderer Meinung 😅.
Wir entscheiden uns bewusst dagegen, noch eine weitere Tour zu starten. Stattdessen rollen wir gemütlich über die Grenze, machen noch ein paar Einkäufe (man kann ja nie wissen, was man unterwegs braucht 😉) und lassen die Berge langsam im Rückspiegel verschwinden.

Unser „Zufalls“ – Ziel für heute: der Neusiedler See. Ein schöner Zwischenstopp auf dem Weg Richtung Heimat, oder vielleicht auch einfach ein Ort zum Durchatmen. Viel unternehmen wir heute nicht mehr – die letzten Tage stecken uns noch in den Knochen. Aber ein kurzer Spaziergang am See muss trotzdem sein. Und wie so oft auf dieser Reise, wurden wir dafür belohnt.

03. November 2025

Die Nacht am Neusiedler See war ruhig und erholsam. Wir haben beide richtig gut geschlafen – aber als wir morgens die Vorhänge aufziehen: wo ist bitte die Sonne hin? 🌥️
Kurz der Blick aufs Handy – alles gut, sie kommt noch. Und das ist wichtig, denn heute geht’s nach Wien! 🇦🇹

Unser Stellplatz liegt etwas außerhalb, aber wirklich perfekt für einen Tagesausflug. Nur 25 € mit allem, was das Vanlife-Herz begehrt – Strom, Wasser, Dusche, alles da. Und das Beste: nur 3 Minuten Fußweg zur U-Bahn! Für 16 € bekommen wir beide ein 24-Stunden-Ticket für ganz Wien – Megaaa! 

Nach rund 30 Minuten Fahrt stehen wir mitten im Herzen der Stadt – direkt am Stephansplatz. Ein paar Schritte nur, ein paar Blicke nach oben, und schon dieses Gefühl: Wow! Wien ist, wie Martin so schön sagte, „prunkvoll“ – oder vielleicht sogar „majestätisch“. Jedes Gebäude wirkt wie ein Kunstwerk, jede Ecke hat Geschichte.

Unser erstes kulinarisches Highlight: Kaiserschmarrn to go aus dem Haus Demel – und der war einfach göttlich! Fluffig, warm, mit Pflaumenkompott…😋

Zwischendurch werden wir mehrfach angesprochen, ob wir nicht spontan zu einem Konzert oder in die Oper möchten. Und ja, die Versuchung war groß – bis der Blick auf unsere Outfits viel (unsere eigenen, für die anderen war das völlig in Ordnung). Ich in Jeans, Turnschuhen und Winterjacke, Martin im Outdoor-Wohlfühlmodus… neee, wir hätten da nicht so ganz reingepasst 😄…also lieber weiter durch die Straßen schlendern…

Natürlich durfte ein Stopp bei der Hofzuckerbäckerei nicht fehlen: Sachertorte mit klassische Musik im Hintergrund… wer braucht da noch die Oper? 🎻☕

Nächster Halt: der Naschmarkt. Kann man machen – muss man aber nicht. Hier ist der Name wirklich Programm: Naschen überall, und zwar aufdringlich. Wir haben uns tapfer durchgeschlängelt, aber ehrlich gesagt, der Markt hat mehr Trubel als Charme.

Dafür folgte dann ein echtes Highlight: ein Besuch in der Vollpension. Das Café hat ein wunderbares Konzept – hier backen und servieren echte Omas Seite an Seite mit jungen Leuten. 🥧💛 Das Ziel: Generationen verbinden, Geschichten teilen, Rezepte bewahren.

Wir schlendern weiter zum Schloss Belvedere…

…bis zum berühmten Hundertwasserhaus. Dieses farbenfrohe, verspielte Gebäude wurde von Friedensreich Hundertwasser entworfen und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Wiens. Mit seinen ungeraden Linien, bunten Fassaden und bepflanzten Dächern wirkt es fast wie ein lebendiges Kunstwerk – ein Symbol dafür, dass Architektur nicht nur funktional, sondern auch fröhlich und frei sein darf. 🌈🏡

Als es langsam dämmert, kehrt bei uns die Frage ein: Schnitzel oder Pizza? Und wie immer, wenn es um Martin geht, ist die Antwort klar: Pizza! 🍕 Wir landen in einer kleinen, authentischen Pizzeria, die uns nicht nur mit himmlischer Pizza, sondern auch mit ehrlichem Service begeistert. Am Ende verlassen wir den Laden nicht nur satt und glücklich, sondern auch mit einer Flasche Olivenöl und einer sündhaft guten Haselnusscreme im Gepäck. Unsere Kids werden sich freuen!

Zum Abschluss des Tages schlendern wir noch durch das erleuchtete Wien. Die ersten Weihnachtsbuden stehen schon, Lichterketten hängen bereit – auch wenn sie noch nicht leuchten, man spürt schon den Zauber der kommenden Zeit. ✨🎄

Zurück geht’s mit der U-Bahn – zufrieden, beeindruckt, erschöpft – und diesmal kommen wir tatsächlich spät ins Bett.
Wien, du warst wunderbar! Busserl und Baba – bis bald, du schöne Stadt! 💋

04. November 2025

Der Tag startet ruhig. Wir nutzen noch einmal alle Annehmlichkeiten unseres Stellplatzes – Dusche, Abwasser, Strom, alles was man eben so braucht, bevor es wieder „on the road“ geht. Wien war wirklich wunderschön, aber wer dorthin möchte, sollte sich mindestens drei Tage Zeit nehmen – alles andere wäre einfach zu schade.

Unser Plan für heute: Strecke machen. Ziel ist Bamberg, wobei… Ziel ist relativ. Eigentlich wollen wir nur gemütlich in Richtung Heimat rollen. Nach all den Eindrücken und Kilometern zieht es uns langsam zurück. Wir freuen uns auf unser Zuhause – auf unsere Kiddies, auf Frieda, aufs eigene Bett und irgendwie auch auf den ganz normalen Alltag.

Aber zuerst: ein Zwischenstopp in Linz. Martins Idee. Linz? Hatte ich ehrlich gesagt nicht wirklich auf dem Schirm, aber warum nicht – das Wetter ist traumhaft, also los. Die Stadt begrüßt uns mit Sonne und dem Donaublick. Wir schlendern durch die Altstadt, die tatsächlich ein bisschen Charme hat – alte Fassaden treffen auf moderne Kunst, und irgendwie passt das alles. Ein kurzer Kaffee, ein kleiner Snack, ein paar Fotos… und das war’s dann auch schon. Hübsch, ja. Aber ehrlich? Linz ist kein Ort, der uns länger festhält.

Kurz hinter der österreichischen Grenze in Passau kommt dann dieser typische Moment: „Sollen wir halten?“ – „Ach, vielleicht doch lieber weiter?“ – „Na komm, wir fahren noch ein Stück.“ Und so rollen wir weiter, Kilometer für Kilometer, die Sonne langsam im Rücken, das Navi auf Bamberg gestellt und die Gedanken schon halb zu Hause.

Ob wir es heute wirklich bis nach Bamberg schaffen? Na… mal sehen. 😉

05. November 2025

Wir haben es tatsächlich geschafft! Ohne weiteren Halt, keine spontanen Abzweigungen mehr — Hallo Bamberg!
Schon auf der Anfahrt merken wir: das war die richtige Entscheidung. Der Stellplatz ist klein, aber fein – und wir hatten richtig Glück, noch einen Platz zu ergattern. Es ist zwar schon dunkel, als wir ankommen, aber das hält uns natürlich nicht davon ab, noch loszuziehen.

Bamberg am Abend

Nur rund 20 Minuten zu Fuß trennen uns von der Altstadt – und die Entscheidung, Bamberg am Abend zu erleben, war goldrichtig. Die Straßen wirken ruhig, aber dennoch lebendig. Aus kleinen Pubs und Bars klingt gedämpfte Musik, Menschen stehen mit einem Glas Wein oder Bier to go vor den Türen, lachen, unterhalten sich, genießen die milde Luft. Diese Mischung aus Gelassenheit und Leben, aus Geschichte und Gegenwart – sie macht den Reiz der Stadt sofort spürbar. Bamberg hat uns direkt eingefangen – und wir wissen schon jetzt: morgen wollen wir mehr sehen. 🌙✨

Bamberg am Tag

Der Morgen startet langsam – und vor allem neblig. Eine dichte Nebeldecke liegt über der Stadt, also bleiben wir einfach noch ein bisschen gemütlich im Van. Kaffee, Frühstück, keine Eile. Gegen 10 Uhr klart es auf, und wir machen uns auf den Weg. Und was sollen wir sagen: Bamberg, wo warst du so lange? Diese Stadt holt einen sofort ab. Sie hat Geschichte, sie hat Charme, und man fühlt sich hier einfach wohl. Enge Gassen, Kopfsteinpflaster, kleine Brücken und Cafés – es ist eine Mischung aus Altstadt-Romantik und entspannter Lebensfreude. Wir lassen uns treiben, genießen, entdecken – und sind uns einig: Bamberg ist absolut sehenswert! 🧡

Und damit endet unsere Reise – zumindest diese hier.
Wenn wir zurückblicken, war es eine Tour voller kleiner Wunder und spontaner Entscheidungen. Wir haben gemerkt, dass wir manchmal zu schnell unterwegs sind. Unsere Tage in der Hütte waren ein gutes Beispiel dafür – ein fester Ort, der uns Ruhe und Geborgenheit geschenkt hat, ist gar nicht verkehrt. Vanlife ist großartig, keine Frage – aber manchmal darf man sich auch ein Stück Zuhause auf Zeit schaffen. Gerade jetzt, wo die Tage kürzer werden und die Dunkelheit früher kommt, spürt man umso mehr, wie schön es ist, irgendwo anzukommen. Jetzt freuen wir uns auf zu Hause – auf unsere Kinder, auf Frieda, auf vertraute Gesichter und das eigene Bett. 🏡💛
Wir hoffen, ihr hattet Freude daran, uns auf dieser Reise zu begleiten. Vielleicht konntet ihr ein bisschen Fernweh mit uns teilen – oder sogar Inspiration finden für euer eigenes „Neuer Plan, neues Abenteuer“.

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